Informationen zum Thema bdpm-musikschulverband.de sind hier nicht länger verfügbar. Bitte besuchen Sie stattdessen freie-musikschulen.de.

Kostenloser Musikunterricht in Deutschland

Nachfolgend wird der Aufbau und der Umfang von kostenlosem Musikunterricht erklärt.
Musikalität ist dem Menschen angeboren. Seit Jahrtausenden werden Kleinkinder in den Schlaf gesungen und in der Gruppe musiziert.

Präsenzunterricht

Schon spätestens in der Grundschule erhalten Kinder in Deutschland ihren ersten Musikunterricht. Wie das gesamte Bildungssystem ist dieser kostenfrei. Da allerdings eine komplette Klasse mit etwa zwanzig bis dreißig Schülern und Schülerinnen von einem Lehrer unterrichtet wird, kann nur in der Gruppe musiziert werden. Einzelunterricht an bestimmten Instrumenten ist nicht möglich.

Viele Schulen bieten AGs an, in denen nach dem verpflichtenden Unterricht Instrumente erlernt werden können. Klassisch wären hier Blockflöte und Gitarre zu nennen. Da das Instrument zumeist selbst erworben werden muss, ist diese Art von Unterricht nicht jedem Kind zugänglich.

Manche Musikschulen bieten für Kinder aus prekären finanziellen Elternhäusern kostenlosen Unterricht an. Das Kind erhält ein Leihinstrument und muss die Stunden nicht bezahlen.
Von staatlicher Seite gibt es Gutscheine, um Kindern aus HartzIV-Familien die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Diese müssen beim Jobcenter beantragt werden.

Onlinekurse

Nicht erst seit Corona findet Musikunterricht über Plattformen wie YouTube statt. Ein Musiker erklärt in solchen Kursen entweder die Feinheiten eines speziellen Instruments oder grundlegende Fachbegriffe wie Tonarten, Akkorde und so weiter.

Der Vorteil an einem Onlinekurs liegt darin, dass die Teilnehmenden nicht orts- oder zeitgebunden sind. Auch am Wochenende kann gelernt werden, oder wenn keine Musikschule in der Region ein kostenfreies Angebot zur Verfügung stellt.

Der Nachteil ist, dass ein eigenes Instrument gekauft werden muss. Zusätzlich sollten die Lernenden etwas musikalische Erfahrung mitbringen, da ein vorgefertigtes Video nicht auf Rückfragen oder Probleme reagieren kann.